Ziele erreichen mit den richtigen Gedanken

In dem Beitrag von gestern habe ich davon geschrieben negative Gedanken zu personifizieren. Gedanken überhaupt erstmal sichtbar zu machen. Heute möchte ich weiter an Gedanken und Gedankenmustern arbeiten. Die Frage, die ich heute beantworten möchte ist – Welche Gedanken trennen mich von meinen Zielen und wie kann ich diese Gedankenhürde überwinden? Meine Ziele erreichen – welche Gedanken helfen mir dabei?

Egal was deine Gedanken über dich erzählen..

„Ich bin zu fett, hässlich, schwach, wunderschön, Vater, Mutter, das schwarze Schaf der Familie, ein Unglückskind, zu dick, zu dünn, ein Looser, der Frauenheld, ein Mauerblümchen, zu groß, zu klein, zu cool, zu uncool, ich bin was auch immer.“

Nein bist du nicht!

Du bist nicht deine Gedanken!

Nur dein Verstand ist so stark, dass er dir vormacht du zu sein! Er redet dir ein was er glauben will und dann versucht er hartnäckig sich selbst durchzusetzen. Er möchte, dass du glaubst er zu sein. Deine Gedanken und dein Verstand möchten durch dich überleben.

Deine Gedanken, dein Verstand und dein Ego haben Angst als fehlerhaft aufgedeckt zu werden, sie versuchen aus diesem Grund alles in ihrer Macht stehende, um dich von ihrer Wahrheit zu überzeugen.

Versuche deine Gedanken aufmerksam zu beobachten, welche Gedanken kehren immer wieder zurück? Welche haben sich hartnäckig in deinem Kopf eingebrannt und geben vor Du zu sein?

Im Folgenden habe ich eine kleine Liste erstellt, mit typischen Gedankenfehlern, die ich vor allem aus der Zeit kenne, in der ich glaubte das kranke Mädchen zu sein, dass wie ein Loch frisst, um sich dann aus Angst, Scharm und Sorgen zu erbrechen.


Ziele erreichen mit den richtigen Gedanken


Da es sicher schwer wird, sich direkt von der Identifikation mit den eigenen Gedankenmustern zu lösen habe ich erstmal Alternativen überlegt, die die lähmenden Gedankenmuster ablösen sollen. So öffnest du den Blick für deine Gedankenmuster und kannst zunächst einmal wahrnehmen, was in deinem Kopf so vor sich geht. Außerdem wirst du handlungsfähig und kannst deine Ziele leichter erreichen.

Aussichtslos! – Das schaffe ich nie!

Natürlich gibt es anstrengende Aufgaben, die das Leben einem bereithält. Täglich! Aber warum solltest du es nicht schaffen dein Ziel zu erreichen?

Wenn du diesen Gedanken bei dir entdeckst versuche ihn mal anders zu formulieren, vielleicht so:

Das ist eine schwierige Herausforderung, die ich mir da zum Ziel gesetzt habe. Das ist eben so. Sicher fällt es anderen leichter dieses Ziel zu erreichen, das ist echt cool für die anderen, aber ich darf damit Probleme haben. Das Lösen dieser Aufgabe darf mir schwer fallen, aber ich weiß, dass ich dieses Problem lösen kann!

Dafür bin ich nicht schlank genug.

Ich hatte oft das Problem, dass meine Gedanken mir Dinge verboten haben. So glaubte ich beispielsweise ich wäre zu dick, um mir das Leben zu erschaffen, dass ich leben wollte. Meine Gedanken erzählten mir, dass ich nicht genug sei, nicht wertvoll genug. Nicht schlank genug. Aber was hat denn beispielsweise meine Figur damit zu tun, dass ich auf Reisen gehe? Dass ich Skateboard fahre oder dass ich Gedichte schreibe und mich ausdrücke?

Viel zu lange war ich davon überzeugt, dass ich nicht genug sei! So ein Schwachsinn! Wir alle sind genug! Mach es laut! Sag dir: „Ich bin genug!“ Schreib es dir auf den Spiegel! Lächle, wenn du dich im Spiegel ansiehst – jedes Mal! Schreib es dir auf – Ich bin genug! Schreib es überall drauf, wo du es ab und zu siehst und so daran erinnert wirst – Ich bin genug! Als Notiz im Kalender, mit Edding klein auf dem Handgelenk, an die Zimmertür! Erinnere dich immer wieder daran – Ich bin genug!

Das ist albern und langweilig.

Wiederholungen, egal ob bei der Gedankenarbeit oder beim Sport sind manchmal langweilig und albern. Liegestütze sind auch langweilig und sehen albern aus, trotzdem helfen sie dabei Körperspannung und Muskulatur aufzubauen.

Wenn du diesen Gedanken bei dir entdeckst, versuche ihn umzuformulieren, etwa so: Ich fühle mich albern, wenn ich diesen Gedanken wiederhole, aber ich bleibe dabei, bis es mir in Fleisch und Blut übergegangen ist – Ich bin genug. Diese Übungen sind langweilig, aber ich bin es wert, dass ich es tue!

Ich schaffe das alles nicht.

Ist dir alles zu viel? Arbeitet das Leben gegen dich? Steht deine Familie nicht hinter dir? Sind deine Kollegen eine Zumutung? Deine Gedanken reden dir ein, dass du diese Gefühle nicht aushalten kannst?

STOPP!! DU bist nicht deine Gedanken! Und du bist auch nicht das Produkt der Gedanken von anderen! DU bist viel stärker! DU bist viel mehr!

Denke so: Ja! Ich kann unangenehme Gefühle aushalten! Auch wenn ich mich nicht gerne so fühle, ich weiß, dass ich es aushalten kann! Es wird besser werden!

Oh Mann! Ist die dick und peinlich.

So wie du es in den Wald hinein rufst – so schallt es auch wieder heraus! Wenn du solche Gedanken über andere beobachtest, dann kannst du durch diese Gedanken direkt auf dich schließen. Sind die anderen nicht genug? Siehst du nur ihre Fehler? Dann wird es dir auch schwer fallen, bei dir selbst das Gute und Schöne zu sehen!

Versuche stärkenorientiert auf die anderen zu schauen! Was können sie gut? Was zeichnet sie aus? Was bewunderst du an ihnen? Ihre Stimme, ihren Gang, ihren Witz, ihre Grübchen, die Sommersprossen, ihre Einzigartigkeit?! Mit der Zeit wirst du so auch an dir selbst viel mehr entdecken, was dir gefällt!

Ich fühle mich dick, also bin ich es auch.

Falsch! Deine Gefühle entstehen auf Grund deiner Gedanken! Und deine Gedanken entstehen auf Grund deiner Gefühle! Beides hängt zusammen und beides bist nicht DU! Fühl dich doch einfach mal schlank. Geh genau JETZT in das Gefühl hinein schlank zu sein. Entscheide dich JETZT dafür dich schlank zu fühlen. Was würdest du anders machen, wenn du jetzt schlank wärst? Fühl dich so wie du dich eigentlich fühlen möchtest! Erfolgreich. Ankekommen. Glücklich. Liebenswert.

Wenn du davon noch nicht überzeugt bist, dann werde erstmal zu einem Schauspieler. Spiele dir die Gefühle vor, die du fühlen möchtest und du wirst merken, dass deine Gedanken bald schon mitziehen werden!

Alle anderen denken über mich, dass ich ein Verlierer bin. Also verliere ich auch.

Auch falsch! Erstmal denken die anderen gar nicht besonders viel über dich! Du bist nämlich nicht der Nabel der Welt. Du stehst nicht im Zentrum des Geschehens. Die anderen haben ihre eigenen Sorgen, ihre eigenen Gedanken, ihre eigenen Probleme! Keine Zeit sich mit dir und deinen Problemen zu beschäftigen!

Lass die anderen denken was sie wollen und hör auf dich mit möglichen Gedanken von anderen zu identifizieren. Richte deine Aufmerksamkeit stattdessen besser auf alles Positive. Da ist deine Energie viel besser aufgehoben. Schau auf die schönen Dinge. Setze den Fokus neu!

Schau dich um, wie sieht der Himmel aus? Was kannst du für Geräusche wahrnehmen? Was findest du schön? Was erfüllt dich mit Freude? Was hat dir schon als Kind immer Spaß gemacht? Was hast du schon viel zu lange nicht mehr gemacht?

Das war heftig geil, der Hammer! – Obercool! Ich bin mega glücklich!

Ok, was ist schlecht daran das super Gute zu sehen?! Glücklich zu sein?! Sich hervorragend zu fühlen, wenn alles gut läuft?! Eigentlich nichts. Aus meiner eigenen Erfahrung kann ich jedoch sagen, dass ich befangen war von einem Schwarz-Weiß-Denken. Alles super Coole hatte auch seine Schattenseiten! Auf jedes Hoch folgte ein richtig krasses Tief! Denn wenn du ganz oben angekommen bist, dann gibt es nur noch eine Richtung!

Auf die wilde Partynacht folgt ein krasser Kater. Endlich das Traumgewicht erreicht – jetzt kannst du nur noch Versagen. Sich total verliebt zu fühlen kann besonders schnell umkehren in Hass, Wut und Einsamkeit.

Falls du ein Typ bist, der gerne alles in Superlativen erzählt, dann versuch mal das „Mega“, „Super“ und „Wahnsinn“ aus deinem Wortschatz zu streichen. Bleib auf dem Teppich und werde offen für das Grau, das zwischen dem Schwarz und dem Weiß existiert. Lerne die schönen Momente zu genießen, einfach weil du weißt wie kostbar sie sind und weil du weißt, dass sie endlich sind.

„Das Glück ist im Grunde nichts anderes als der mutige Wille, zu leben, indem man die Bedingungen dieses Lebens annimmt.“ – Sei glücklich, auch wenn alles gerade nicht hammer, mega und fett ist!


Deine schlimmste Krankheit ist nicht die Bulimie! Bulimie ist nur das Nebenprodukt der eigentlichen Störung – Identifikation mit den Gedanken!

Welche Gedankenmuster kennst du noch an dir? Geh mit mir in den Austausch und hinterlasse gerne einen Kommentar! Ziele erreichen – Welche Gedanken helfen dir?

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