Warum Bulimie?

In der Rolle als Gedankendetektiv geht Glücklich & Satt der Frage „Warum Bulimie? “ mutig auf den Grund. Entstanden ist eine Kurzgeschichte, die Licht ins Dunkel bringt! Sei mutig und komm mit auf Entdeckertour!

Dich plagen immernoch Rückfälle und ganz will dich die Krankheit nicht loslassen? Grundsätzlich ist zu bemerken, dass Bulimie nicht besiegt werden kann. Sie ist kein Angreifer, der etwas böses will! Sie hatte damals ihre Gründe, warum sie Teil deines Lebens wurde. Betrachte sie liebevoll und mit Verständnis und entscheide dich jetzt mutig dazu sie loszulassen.

Glücklich und Satt versucht die Krankheit zu verstehen und stellt die Frage direkt in die Dunkelheit: „Warum bist du da?“. Die Sucht bekommt die Möglichkeit zu antworten. Das Ergebnis ist schockierend und verblüffend zugleich!

Entschiede dich heute – hier und jetzt – für Frieden. Gehe mutig und voll Vertrauen gemeinsam mit mir in die dunkelste Tiefe unserer Selbst und staune, welche Wunder hier auf uns warten!


Der Gedankendetektiv – Warum Bulimie?


Unbewusst

Schade-Schokolade. Das Treffen mit Nina, meiner alten Schulfreundin ist schon vorbei. Viel zu lange ist es her gewesen, dass wir uns gesehen haben. Endlich haben wir es mal wieder geschafft! Endlich, haben wir uns mal wieder gesehen.

Das Treffen war perfekt getimt. Nina war noch mit einem Freund verabredet, ein Date mit Max und hatte deswegen nur knappe 2 Stunden Zeit. Ich hingegen hatte noch genug Zeit. Zeit genug, um im Anschluss an unser Treffen einkaufen zu gehen. Geil – und dann hab ich heute noch so ein neues Müsli entdeckt – Weiße Schokolade – Himbeere. Ich bin schon gespannt, ob es so lecker schmeckt wie es aussieht. Morgen früh werde ich es herausfinden! Dank Max habe ich auch noch genug Zeit, um mich gleich an meine Hausarbeit zu setzen, bin ja auch schon wieder spät dran. Vielleicht habe ich sogar noch genug Zeit um gleich mal mein Zimmer aufzuräumen, voll gut! Hatte gar nicht damit gerechnet, dass ich jetzt noch so viel Zeit hab!

Jetzt ist mir aber erstmal nach etwas warmen zum Essen. Gerade mit Nina war ich auch Essen, beim Italiener. Sie hatte Lasagne. Die duftete herrlich, aber Nina kann sich das bei ihrer Figur auch erlauben! Die wiegt ja nichts! Ich habe mir nur einen Salat bestellt, aber auch den habe ich nicht ganz geschafft. Kein Wunder, dass ich jetzt noch ein bisschen Hunger habe. Ich glaube ich mache mir einen warmen Milchreis mit Zimt – oh ja! – Und mhhm.. Apfelmus habe ich auch noch da, perfekt! Das erinnert mich immer an früher, als ich noch ein Kind war und Oma mich mit ihrer Aufmerksamkeit verwöhnte.

Uh puh, hab ich Hunger, bis der Milchreis so weit ist probiere ich am besten doch mal das Müsli. Ja geil! Das ist ja richtig lecker! Ob der Milchreis auch mit Müsli als Topping schmeckt? Vielleicht mache ich noch Kakao obendrauf und am besten heize ich auch schon mal den Backofen vor – ein bisschen was herzhaftes wäre auch nicht schlecht, ich glaube ich habe noch eine Tiefkühlpizza da.

Puh, wo kommt denn plötzlich dieser riesen Hunger her? Erstmal was trinken! Ein großes Glas Wasser, vielleicht!

>> KNALL! <<

Uah! Da schlägt plötzlich das Küchenfenster zu! Fuck! Ich bin komplett nass. Habe mich so richtig erschrocken.

Bewusst

Erschrocken über mich selbst!

Erschrocken blicke ich mit komplett nassem Tshirt in die Küche! Was mache ich hier gerade? Ist es wieder soweit? Bin ich dabei in die Ohnmacht abzutauchen? In den selbstzerstörerischen Wahnsinn, Innerer Leere? Milchreis auf dem Herd, Pizza im Ofen, und Müsli auf dem Tisch…

STOPP! STOPP! STOPP! Das alles bin doch nicht ich!

Was passiert hier gerade? Was mache ich da nur?

Erstmal tief durchatmen! Klarkommen. Ich schalte den Herd aus, denn ich habe eigentlich garkeinen Hunger! Ich muss den Raum verlassen! Gehe aus der Küche und betrete mein Zimmer. Tapetenwechsel – Nochmal durchatmen!

Was passiert hier gerade mit mir?

Ich spüre eine enorme Schwere auf meinen Schultern. Alles fühlt sich schwer an. Essen kommt mir wieder in den Sinn – Ja klar, das wäre jetzt die perfekte Ablenkung.

NEIN! STOPP! Dieses Mal nicht! Ich bin dankbar für das Wasser auf meinem Shirt, denn es erinnert mich daran wach zu bleiben. Einen kühlen Kopf zu behalten. Nicht in Ohnmacht zu fallen. Nicht dieses Mal!

Ich atme noch einmal tief durch. Ich weiß es genau! Es gibt nur diese eine Chance! Ich weiß, dass JETZT – in diesem Moment – die einzige Möglichkeit liegt, um dieses Verbrechen an mir selbst zu beenden. Wie ein Serienkiller stürzt sich etwas in mir immer und immer wieder in diese gedankengesteuerte Leere, in dieses Gefühl der Ohnmacht. Frisst bis es wehtut und erbricht. Warum? Was in Teufels Namen ist so schlimm, dass ich diesen Schmerz dafür in Kauf nehme? Ich bin entschlossen – JETZT finde ich es heraus!

Wach, stark, aufmerksam. Ich – Gedankendetektivin Jana – verfolge entschlossen meine eigene Mission – Projekt Glücklich und Satt!

Heute werde ich nicht in das Loch zurück fallen. Nicht wieder in die Küche gehen und hektisch im halbfertigen Milchreis, ungeduldig herumrühren. Nein! Jetzt und hier, in meinem nassen T-Shirt, gehe ich mutig auf Verbrecherjagd!

Stiller Gedankenbeobachter

Ich werde heute nicht auf eine Erlösung in der Zukunft hoffen! Dieses Mal nicht! Ich bin mutig und entschlossen, das Verbrechen, das ich mir selbst immer antue JETZT aufzudecken!

Ich spüre, dass ich als Beobachter, als unauffälliger Gedankendetektiv, jetzt schon so nah dran bin wie noch nie. Jetzt endlich löse ich mein eigenes Rätsel. Wer oder was ist es, das mich an diese Sucht fesselt?

Ein faulig, moderiger Geruch von Tod liegt in der Luft. Oder, ouh – bin ich das vielleicht? Das nasse T-Shirt hat sich bereits mit meinem eigenen Angstschweiß vermischt. Der Raum ist von einer spürbaren Anspannung durchflutet.

Was ist es was ich da fühle? Was verbirgt sich in dem schwarzen Loch der Ohnmacht? Welche Gedanken versuche ich vor mir selbst zu verstecken? Warum halte ich an dieser zerstörerischen Selbstsabotage so verzweifelt fest? Meine Neugierde ist geweckt. Ich bin erfüllt von Forschergeist und Vertrauen. Ich schaffe das!

Als guter Detektiv versuche ich mit einem tiefen Atemzug auch jetzt, in dieser angespannten Situation ruhig zu bleiben. Denn ich ahne, wo ich die Lösung auf alle meine Fragen finde!

Mir schaudert es bei dem Gedanken an mein Vorhaben. Ich werde tief unten, in der Dunkelheit dieser dunklen, inneren Leere suchen müssen. Nur hier werde ich eine  Antwort auf meine Frage finden können. In den Tiefen der Ohnmacht, so befürchte ich, liegt die Antwort verborgen. Da unten, im Schwarz der dunkelsten Ecke meines Selbst! Noch ein tiefer Atemzug und ich mache mich an die Arbeit! Auf geht’s ich begebe mich in die Richtung des tiefen Lochs.

Oberflächlich kenne ich diese dunkle und mächtige Leere bereits sehr gut! Oft genug schon war sie der Auslöser für meine Handlungen in der äußeren Welt. Sie treibt mich in den Supermarkt, zum Kühlschrank und übernimmt die Macht über meine Handlungen. Fesselt meine Gedanken an das Essen. Was esse ich jetzt, was kann ich als nächstes Essen? Die Anweisungen sind klar und eindeutig. Die Leere will gefüllt werden. Bis zum Rand. Mit fetten, süßen und meist sehr gehaltvollen Lebensmitteln. Habe ich diese Anweisungen erst einmal befolgt, gibt es gleich schon das nächste Kommando. Kommando: „Alles zurück.“ Denn die Tiefe lässt quälende Selbstzweifel und die Angst davor dick und fett zu werden in mir aufsteigen. „Raus mit dem ganzen Essen! Raus damit und zwar schnell!“, es sind einfache, klare und zugleich sehr machtvolle Anweisungen, denen ich wie ferngesteuert Folge leiste.

Nach dem Erbrechen fühle ich mich dann oft sehr schlapp, müde und ausgelaugt. Die Leere gibt für einen Moment lang Ruhe. Ich bekomme die Chance mich endlich mal auszuruhen. Vielleicht ein Schäfchen zu machen. Puh – so viel Stress! Sobald es jedoch zu still wird um mich herum kommt die Stimme aus der Dunkelheit in mir zurück. „Aufstehen!“, befiehlt die Leere dann wieder mit einer zarten und zugleich fordernden Stimme: „Aufstehen! Ich muss befüllt werden.“ Und mein privater Teufelskreis beginnt von vorn.

Heute, in meiner Rolle als selbsternannter Meisterdetektiv reicht mir dieses Wissen, über die dunkle Leere in mir nicht. Ich will mehr. Mehr Antworten. Ich bin mutig und entschlossen Antworten auf meine Fragen zu finden. Nichts hält mich jetzt noch davon ab! Aber was soll ich tun? Ich brauche Hilfe um die Stimme in der Dunkelheit zu finden. Irgendwo in der Dunkelheit, in der Leere, muss doch eine Antwort zu finden sein. Das spüre ich. Ich brauche Hilfe! Woher bekomme ich nur Hilfe? Mh, ich könnte die Leere ja selbst einfach mal fragen. Ja genau, ich bitte die Leere in mir um Hilfe! Ein Versuch ist es wert! Ich mache mich klein, angreifbar und verletzlich und rufe höflich und fragend in das Dunkle hinein.

„Hallo? hallo. hallo.“, schallt mein Echo fragend in die Dunkelheit hinein. „Was versteckst du? Was ist so schrecklich, dass du glaubst Fressen und Brechen ist die bessere Alternative?“

Ich bin überwältigt! Schockiert! Fassungslos. Die Leere antwortet mir. Doch hätte ich diese Antwort vorher gekannt, dann hätte ich vermutlich nie gefragt…

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2 thoughts on “Warum Bulimie?

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