Tag 0 – Ziele formulieren

Besonders wenn es ums Essen geht ist „Morgen fange ich an“ der eine hartnäckige Satz, der in meiner Familie quasi als Beilage zu jedem Gericht serviert wird.  Aber auch, wenn es darum geht endlich langfristig größere Ziele anzupacken und zu erreichen. Ziele die Willenskraft, Arbeit, Anstrengung und das Verlassen des eigenen Komfortbereichs verlangen. Dieser Satz ist ein hartnäckiges Gedakenmuster, das ich jetzt breche. Ich starte JETZT! Im folgenden werde ich innere und äußere Ziele formulieren und starten mein Leben in die Hand zu nehmen.

„Morgen fange ich an“ – Morgen ist es ja noch früh genug, um zu beginnen. Was ich dabei gerne vergesse ist, dass meine Gedanken kein JETZT kennen. Gedanken kennen nur die Zukunft und die Vergangenheit. Ein JETZT ist quasi unmöglich für Gedanken. Also möchte ich aus diesem Kreislauf ausbrechen, möchte aufhören alles zu zerdenken und endlich anfangen! Ich möchte aufhören mir zu wünschen, dass gestern hätte alles anders sein sollen! Ich komme an in dem einzigen Moment der wirklich ist. In meiner einzigen Möglichkeit wirklich etwas zu verändern. JETZT ist der einzig mögliche Moment sich für ein neues Leben zu entscheiden!

Anders als sich die schönen Dinge nur zu wünschen, von seinen Zielen zu träumen und sich vorzustellen sie in Zukunft zu erreichen, möchte ich wirklich mitreden können. Ich möchte mein Verhalten bewusst verändern und mir selbst Ziele setzen, die mal mehr und mal weniger mit Anstrengung für mich verbunden sind. Zwischenziele, die ich erreichen kann und die ich mir in vollem Umfang zutraue. Ich möchte ins Handeln kommen und langfristig die großen Ziele meines Lebens erreichen.

Träume für die ich nicht losziehe, Träume für die ich nicht kämpfe und Träume für die ich meinen Komfortbereich nicht verlasse, die werden nämlich genau das bleiben. Träume.

Der Traum von einem reichen Leben wird sich beispielsweise nicht erfüllen, wenn ich auf einen Lottogewinn warte. Auf einen Millionär, der sich in mich verliebt oder auf die lohnende Erbschaft, einer bisher unbekannten Tante. Das alles sind nur Träume und das werden für die meisten von uns wohl auch nur Träume bleiben.

Genauso der Kindheitstraum einer sorglosen, rosigen Kindheit. Lange war ich überzeugt davon, dass mir als Kind eine unbeschwerte, einfache und sorglose Zeit zusteht. Aber auch dem ist nicht so. Klar ist das ein Traum, der Traum von vielen. Aber am Ende bin ich persönlich für mein Glück verantwortlich. Das Leben und meine Umwelt wird nicht immer für mich sein und mir den einfasten Weg bereiten. Dem bin ich mir heute bewusst! Egal was ich mir wünsche!

Elisabeth Gilbert drückt das Phänomen so aus „Dies ist eine Welt, keine Gebärmutter.“

Es ist ok Träume von einem einfachen Leben zu haben. Einem Leben, in dem einem alles zufliegt. Aber ich bin davon überzeugt, dass es auch unglaublich bereichernd ist für die eigenen Träume loszuziehen und selbst der Erschaffer seiner Träume zu sein und dabei auch mal durch harte Zeiten zu gehen.

Raus aus der wartenden Ohnmacht! Mutig sein und das eigene Leben erschaffen!

Die Ehre tragen, selbst für die Erfüllung der Träume verantwortlich zu sein. Wenn ich also Träume habe, dann gehe ich JETZT für sie los, bleibe hartnäckig dran und erfülle die Bedingungen hierfür mit Hingabe. Ich halte Anstrengungen aus und wachse über meine Grenzen hinaus. Ich kann!

Tag 0 – Jetzt packe ich es an!

Das Formulieren der Ziele und das wirkliche Losgehen, das schiebt sich wirklich leicht vor sich her! Die Frage nach den richtigen Zielen und passenden Zwischenzielen ist überraschend schwer! Außerdem ist es auch so schön leicht auf das Erreichen seiner Ziele in der Zukunft zu vertrauen. Aber es wird nicht passieren, wenn ich nicht Schritt für Schritt in die richtige Richtung laufe. Endlich Verantwortung übernehme. Verantwortung für all das was ich täglich tue, für das was ich täglich esse und wie ich täglich mit der Welt interagiere. Genauso wie ich täglich mit mir umgehe.

Ich bin absolut davon überzeugt, dass JETZT der einzig mögliche Moment ist, mich für die bestmögliche Version von mir zu entscheiden und genau JETZT in die richtige Richtung loszulaufen. Sicher wird es keine gradlinige, einfache Reise, aber warum sollte es das auch? Es gibt keinen Grund dafür, dass es leicht ist meine Ziele zu erreichen!

Aber was will ich überhaupt? Die Welt ist so laut, dass ich meine eigenen Ziele und Träume kaum hören kann. Was ist meine Wahrheit? Ich bin entschlossen zu handeln, aber was soll ich tun? In welche Richtung soll ich losziehen? Was für Ziele soll ich formulieren?

Ich würde gerne Ziele auf zwei verschiedenen Ebenen formulieren!

Es gibt im Außen so viele Menschen, die ich bewundere, so viele Varianten von Leben, so viel Inspiration. Gleichzeitig auch so viel Ablenkung, so viel Vergleich, so viele Sorgen und Ängste.

Was ist nun mein Leben? Was ist meine Wahrheit? Wofür brennt mein Herz? Ich möchte nicht die Ziele von anderen verfolgen. Ich möchte zu meiner Wahrheit finden. Ich möchte im Kontakt zu meiner Wahrheit und der unglaublichen Kraft leben, die darin verborgen liegt. Ich möchte meine eigenen Ziele formulieren.

Mit Glücklich und Satt habe ich mir Raum geschaffen für eine Art Reisetagebuch. Ich befinde mich gleichzeitig auf zwei Reisen! Aus diesem Grund möchte ich auch Ziele auf zwei Ebenen formulieren. Ziele auf der Reise zu mir – in mein Inneres und zu meiner inneren Wahrheit und ebenso Ziele auf der Reise durch mein Leben – im Außen und in der sichtbaren Welt.

Ziele formulieren – Inneres Ziel

Auf der Reise zu mir verfolge ich das innere Ziel ICH zu sein. Immer mehr ICH und immer weniger meine Gedanken. Ich möchte mich nicht mehr hinter meinen Gedanken verstecken, sondern SEIN! Ich schaue aufmerksam ins Innen, bin erfüllt von Liebe und mutiger Kreativität. Mein Traum ist es möglichst viel von dieser inneren Kraft in die Welt zu tragen. Mein Wunsch ist es Ideen sichtbar zu machen und mich dadurch, gespeigelt im Außen selbst besser kennenzulernen.

Gleichzeitig habe ich schon erste konkrete äußere Ziele, sichtbare Ziele. Ziele in der Welt. Ziele, die sich mit der Zeit verändern werden. Als kleine erste Orientierungshilfe habe ich mal fünf grobe Lebensziele formuliert. Sie dienen als Art Kompass auf der Reise durchs Leben!

Ziele formulieren – 5 große äußere Lebensziele

  • Ich möchte Liebe geben und Liebe annehmen können. Gerne im System einer kleinen Familie, aber auch in jeder alltäglichen Lebenssituation. Ich möchte Liebe sein.
  • Ich möchte die Welt bereisen und möglichst viel von der Landschaft und den Menschen kennenlernen, die diese Landschaften ihr Zuhause nennen. Ich möchte alle Kontinente der Erde bereisen und mir für dieses Hobby mindestens einen Monat im Jahr Zeit nehmen um meinen Horizont so zu erweitern.
  • Ich möchte lange körperlich gesund, fit und beweglich bleiben. Ich möchte mir immer wieder neue sportliche Herausforderungen und Ziele setzten. Einen Marathon laufen, die Alpen mit dem Mountainbike überqueren, die Zugspitze erklimmen, an einem Triathlon teilnehmen,…
  • Ich möchte den Mut, die Spontanität und die Bereitschaft an meine Grenzen zu gehen und über mich hinauszuwachsen nie verlieren. Ich möchte in Kreativität leben. Ich möchte Ideen nicht nur träumen sondern leben und nicht alles zerdenken. Ich möchte mir für immer Fehler erlauben!
  • Ich möchte einen Job, der mir viel Zeit zum Leben lässt, den ich gerne mache und bei dem ich gebraucht werde. Einen Job, der einen Sinn erfüllt und bei dem ich gefordert werde.

Puh ja! Mit dieser groben Richtung kann ich arbeiten! Also auf geht‘s! Der Kompass ist genordet. Die grobe Richtung steht und der Blog als Reisetagebuch auch. Durch dieses Reisetagebuch teile ich meine Ideen, Inspirationen und Erkenntnisse. Ich nehme das Steuer in die Hand, setze die Segel und stürze mich in die Fluten. Ich breche auf in Richtung meiner inneren Wahrheit und mache mich auf den Weg durchs Leben. Komm mit, wenn du dich traust!


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