Rise Up and Shine

Heute präsentiere ich einen Text, der schon etwas älter ist. Es ist eine kleine Danksagung an Laura Malina Seiler und die Rise Up and Shine University. Ich beschreibe meine anfänglichen Zweifel und versuche die Erkenntnis irgendwie spürbar zu machen, die ich dank Laura erleben durfte.


Die kleine Dankbarkeit


Rise Up and Shine – Tag 1

9Uhr am Morgen – Ich fahre den Laptop hoch. Heute ist Tag 1 der Rise Up and Shine University. „Wie das schon klingt – Wie so ein neuamerikanischer Quatsch… Etwas für Mädchen, die glauben sie könnten was werden.“, denke ich.

Laura begrüßt mich in der ersten Videoaufzeichnung überherzlich. Ich fühle mich fast überrumpelt und in jedem Fall nicht angesprochen: „So schön kann sie das doch gar nicht finden, die Aufzeichnung ist schließlich vom Januar und wir haben jetzt Mai… Die kennt mich nicht und sie weiß auch nichts von mir. Wie soll sie sich da bitte so freuen?! – Voll übertrieben… Die ist vermutlich gerade wieder im Urlaub und freut sich, dass ich ihr diesen Urlaub finanziere. Mh… Dafür habe ich so viel Geld gezahlt?!“

Laura startet nach anfänglichen technischen Problemen, die mich wirklich an dem ganzen Kram zweifeln lassen, mit einer Meditation. Ich habe noch nie vorher meditiert. Es war interessant und hatte etwas von einer Gedankenreise in die Innenwelt.

„Mh…“, denke ich kritisch: „Naja, so ganz überzeugt mich das alles nicht. Sind diese Videos in ihrem Wohnzimmer entstanden? Ziemlich einfach gemacht alles – Wie viel Geld sie wohl verdient, einfach nur durch diese eine Stunde Arbeit?!“

3 Dinge für die du dankbar bist

Ok, die ca. 20 minütige Meditation ist erledigt! Teil eins ist geschafft – war gar nicht so schlimm. Als nächstes  bekomme ich noch eine Coaching Anweisung von Laura: „Notiere drei Dinge für die du heute Dankbar bist und beschreibe ein Erfolgserlebnis von gestern.“ „Si, si klaro!“, denke ich ironisch-staunend: „Ich soll dankbar sein?! –Für was?!“ Ich frage mich ernsthaft wofür um alles in der Welt ich dankbar sein soll.

Drei Dinge, für die ich dankbar bin. Aufschreiben soll ich sie – das sei wichtig meint Laura. „Die kennt wohl nicht mein Leben“, denke ich fast schon erbost: „Wozu um alles in der Welt soll ich dankbar sein? Für meinen Stress in der Uni, für meinen nervenden Mitbewohner, der wieder das Klopapier falsch herum aufgehangen hat? Für das Chaos in meinem Leben?!“

Mir fällt nichts ein was ich aufschreiben soll, komme mir albern vor. Ich schreibe also das was Laura als Idee für Verzweifelte angebracht hat:

  1. Ich bin dankbar dafür, dass ich mich heute Morgen nicht an meinem heißen Kaffee verbrannt habe.
  2. Ich bin dankbar für den heißen Kaffee.
  3. Danke, dass ich aufgewacht bin.

Ich blicke auf den Eintrag in meinem Workbook und muss innerlich über meine Situation lachen: „Glaubt diese Laura wirklich das könnte mir helfen? Glaube ich wirklich das könnte mir helfen? Oh man, was glaube ich überhaupt und warum habe ich so viel Geld für diesen Scheiß bezahlt?“

Geldgedanken – Mangeldenken

Der Gedanke an das Geld lässt mich halbwegs aufmerksam bleiben: „Das ist teuer gewesen, also muss es auch wertvoll sein. Nimm so viel mit wie du kriegen kannst – das ist jetzt wie ein All-You-Can-Eat-Buffet, da frisst du auch so viel du kannst, wenn du einmal bezahlt hast – auch wenn das Essen eigentlich scheiße schmeckt.“

Ok! Fertig! Geschafft, Laura beendet das Video mit einer Aufgabe für den Tag: „Sei die Dankbarkeit – den ganzen Tag lang.“ Und sie verabschiedet sich mit einem ähnlich überschwänglich-herzlichen Gruß, wie sie mich auch vor ca. einer Stunde begrüßt hat. Das Video ist vorbei,  ich finde die Aufgabe total bescheuert: „Wie soll ich denn bitte die Dankbarkeit sein?“. Es fällt mir sehr schwer zu glauben, dass sie das wirklich ernst meint!

Ich denke an die ganzen Feedback Videos, mit weinenden Frauen, die Laura ihren Dank ausdrücken. Dass diese Videogeschichte hier mein Leben auf ein neues Level bringen soll kann ich jetzt gerade gar nicht glauben!

Beim Sport – Das echte Gefühl

Am Nachmittag auf dem Weg zum Sportplatz denke ich an Laura und bin schauspielerisch dankbar für alles was ich auf meinem Weg sehe und mitbekomme: „Danke, dass die Sonne scheint. Danke, dass es jetzt nicht regnet. Danke, dass mich dieser fremde Mann wahrnimmt und grüßt. Danke, dass ich Fahrradfahren kann. Danke, dass mein Fahrrad noch nicht geklaut wurde…“ Ich komme mir wirklich albern vor: „Warum mache ich das überhaupt? Habe ich das überhaupt nötig? Als könnte mir das hier helfen…“

Das Training heute ist richtig hart und fordernd! Nach einer langen Verletzungspause war es mein erstes Mal zurück beim Sport mit voller Belastung.

Plötzlich laufen mir Tränen in das Gesicht. Tränen und Schweiß vereinen sich und ich schmecke das Salz auf meinen Lippen. Ich hänge mit beiden Händen an der Klimmzugstange, fühle mich unglaublich gut und angekommen. Genau richtig und perfekt. Das Gefühl ist der Wahnsinn. So wie ein Wunder!

Ich bemerke den fragenden Blick von meiner Trainingspartnerin und plötzlich ergreift mich ein Schamgefühl und holt mich zurück auf den Sportplatz. Meine Freundin schaut mich fragend an und wir fangen beide laut an zu lachen: „…Was war denn da gerade mit mir passiert? – Ich glaube ich bekomme bald meine Tage, dann bin ich immer nah am Wasser gebaut.“, sage ich beschämt und unser herzliches Lachen wird noch lauter.

Das Training macht richtig Spaß, ich bin voll im Moment und auf dem Sportplatz angekommen. Meine Kraft überrascht mich total und ich fühle mich frei. Endlich kann ich wieder trainieren. Endlich bin ich nicht mehr wegen der Verletzung eingeschränkt, es ist der Hammer!

Reflexion auf dem Rad – Was passierte da gerade?

Erst auf dem Heimweg komme ich wieder zurück zu meinen Gedanken, aber ich muss nicht nachdenken um zu wissen was da gerade mit mir passiert war. Ich habe es gefühlt! – Ich war aus tiefstem Herzen dankbar. – Es war ein echtes, reines Gefühl, tief  aus meinem Inneren. Es war der Wahnsinn und wie ein Wunder. Ich wusste für einen Moment, dass alles genau richtig ist. Dass ich richtig bin, dass der Ort richtig ist, dass einfach alles stimmt. Ich war dankbar, dass ich Sport machen konnte.

Lauras Hausaufgabe für den Tag hatte sich mehr als bezahlt gemacht. Die Dankbarkeit hat mich vollkommen überrumpelt – genau in dem Moment, in dem ich einmal nicht nachgedacht habe! Damit hätte ich nie gerechnet! Dieses echte Gefühl kam durch die Stille meiner Gedanken. Ich war vollkommen im Moment – Ich war dieser Moment. Ich war die Dankbarkeit. Danke! Das war mein erstes lebendiges Gefühl!

Das verletzte Ego

Heute ist die Rise Up and Shine University schon mehr als zwei Monate her. Ich habe es bis heute nicht geschafft mich bei dir, liebe Laura, zu bedanken. Denn mein Ego hatte immer noch die Überhand über meine Gedanken und mein Handeln.

Jetzt erst habe ich es geschafft, bewusst zu sein. Bewusst mein Licht in die Dunkelheit zu tragen! Ich habe voll Liebe in mich hineingestrahlt und habe mich heute endlich getraut, in die Dunkelheit meiner Selbst hinein zu gehen. Heute erst war ich mutig genug, um zu fragen: „Jana – warum kannst du nicht aufrichtig dankbar sein für alles, was du durch Lauras Anstoß gefühlt hast?“

Ich habe in der Dunkelheit meiner Selbst nach der Antwort gefragt, bin mutig und entschlossen mit dem Licht der Liebe in die Dunkelheit hinein gestiegen und habe hier unten ein Wunder erlebt. Ich war völlig überrascht und gerührt, denn die Dunkelheit antwortete mir auf meine Frage. Eine kranke, unglückliche und schwach-flehende Stimme fauchte mich weinend an: „Jana, du bist so ein Nichts. So ein Niemand. Sieh dich doch mal an, wie du da hilfesuchend vor dem PC sitzt und dir im Internet Tipps für ein besseres Leben holst. Jeder normale Mensch schafft das allein – ist stärker als du. Du bist ein Nichts! Vergleich dich doch mal mit den anderen, du wirst immer dieser Versager bleiben, der du bist. Das weißt du. Das weiß ich. Du bist eine Enttäuschung. – So lange habe ich versucht dich vor dieser Wahrheit zu schützen. Warum kommst du jetzt hier runter und willst das von mir hören? Warum suchst du mich hier unten auf, spürst du nicht was du dir und was du mir antust?“

Stille.

Ich werde traurig. Bin gerührt und von Mitleid erfüllt. Jetzt erst wird es mir klar. In dieser Tiefe – in dieser Dunkelheit verborgen – sitzt ein zu tiefst verletztes Ego, das mit mir spricht. Mit jedem meiner Schritte verliert es an Kraft und Stärke. Umso näher ich komme, umso schwächer und zerbrechlicher wird es. Denn meine Liebe strahlt so viel heller. Ich versuche ihm die Hand zu reichen, möchte es trösten und in den Arm nehmen. Es tut mir Leid, so wie es da von sich redet. Welche schlechten Gedanken es von sich hat. Aber mit jedem meiner mitfühlenden Schritte wird es schwächer, es löst sich auf. Die Dunkelheit dieser Ego-Gedanken kann in meinem Licht nicht bestehen. Plötzlich ist der ganze Raum mit Licht durchflutet. Alles leuchtet so wahnsinnig hell. Ich sehe mich um und muss plötzlich weinen und lachen zugleich. Hier unten, erkenne ich endlich wer ich bin.

Wenn das die Dunkelheit des verletzten Egos war, die gerade zu mir gesprochen hat – Wer bin dann ich?

Nie war ich diese Ego-Gedanken. Nie war ich diese Dunkelheit. Ich schaue mich um. Der ganze Raum ist durchflutet mit warmen, liebenden Licht. Ich bin so viel mehr als diese dunklen Gedanken, an denen ich zerbrochen bin. Mein Licht lässt dem Schatten keine Möglichkeit zu überleben. Ich erkenne wer ich wirklich bin und ich weiß, ich bin die Wahrheit.

Die kleine Dankbarkeit

Danke, Laura Malina Seiler! Du bist für mich eine so große Inspiration und ein Wegweiser auf dem Weg zu mir und unserer Wahrheit. Du hast mir geholfen Selbstliebe zu entwickeln und den Mut aufzubauen in die Dunkelheit zu gehen. Immer öfter trete ich jetzt diesen Weg an. Gehe dahin, wo meine Angst sitzt. Bin mutig und entschlossen und was sich in der Dunkelheit offenbart ist jedes Mal unglaublich! Du bist so eine wahnsinnig tolle Frau! Dank dir gehe ich jetzt mit der kleinen Dankbarkeit durchs Leben und nicht mehr mit der Angst des Mangeldenkens und des verletzten Egos.

Dank dir und deiner wunderbaren Arbeit habe ich gelernt was es heißt zu fühlen. Was es bedeutet zu sein. Ich habe erkannt, dass ich weder meine Gedanken noch dieses dunkele Ego bin. Worte können es nicht beschreiben, aber ich fühle, dass ich liebe, dass ich strahle und scheine. Mein Licht leuchtet heute viel heller, als es diese dunklen Gedanken des Egos aushalten könnten. Immer mehr finde ich zu meiner Wahrheit und immer öfter lasse ich dieses Licht aus mir heraus leuchten. Endlich lebe ich meine Gefühle.

Rise Up and Shine! Danke, Laura,

Jana

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